Trainingsregeln  

"Einseitiges Üben sollte vermieden werden."

Um Rückenbeschwerden vorzubeugen reicht es nicht aus, einfach "nur" die Rückenmuskeln zu trainieren. Die Wirbelsäule wird von verschiedenen Muskeln gestützt und entlastet, nicht nur von den Rückenmuskeln. Ganz oben auf der Liste stehen die Bauchmuskeln. Ohne starke Bauchmuskeln entwickelt sich ein Hohlkreuz. Das führt zu Rückenbeschwerden im unteren Rücken. Um das Hohlkreuz zu "strecken", brauchen Sie deshalb unbedingt starke Bauchmuskeln.

Täglich Üben hilft besser, als ein Mammutprogramm einmal in der Woche.
An zweiter Stelle kommt das gezielte Training für die Rückenmuskeln. Schon wenige Übungen reichen, damit es Ihrem Rücken besser geht. Wichtig ist, dass sie oft üben, am besten jeden Tag. Dafür braucht es dann auch nicht so lange zu sein.
Täglich 5 bis 10 Minuten reichen schon für ein deutliche Verbesserung. Ein einmal in der Woche durchgeführtes "Mammuttraining" von 30 Minuten oder mehr hilft dagegen nicht so viel. Der Grund: Die Muskeln werden bei der langen ungewohnten Tätigkeit stark belastet und ermüden. Zwar haben sie dann während der nächsten Tage Zeit, sich zu erholen, aber leider ist die Erholungspause viel zu lang. Die Muskeln gewöhnen sich wieder an das Nichtstun und die Leistungsfähigkeit verbessert sich nicht.
Wenn Sie dann eine Woche später wieder ein Mammuttraining" absolvieren, fangen Sie praktisch wieder von vorne an.

Der Po ist nicht zum Sitzen da.
Bauch und Rücken zu trainieren, reicht aber auch noch nicht aus. Auch der Po ist wichtig, weil er praktisch die Wirbelsäule von unten stützt. Der Gesäßmuskel ist sehr kräftig, wenn er gut trainiert wird, z. B. durch Gehen und Stehen. Ein Nebeneffekt ist außerdem, dass ein trainierter Po gut aussieht. So machen Sie gleich eine bessere Figur.

Dehnen entspannt den Oberschenkel.
An letzter Stelle darf nicht vergessen werden, die Muskeln des Oberschenkels zu dehnen. Sie fragen sich sicher, was das mit dem Rücken zu tun hat. Die meisten Menschen mit Rückenbeschwerden sitzen viel zu viel und zu lange.
Dabei verkürzt sich der Oberschenkelmuskel. Das bedeutet, dass beim Stehen der Muskel nicht mehr so lang gezogen werden kann, wie das normalerweise der Fall wäre. Um das auszugleichen, kippen die Betroffenen das Becken und fallen in das schädliche Hohlkreuz. Wegen dieses Zusammenhangs sollte immer auch der Oberschenkel gedehnt werden. Die Oberschenkeldehnung wird hier beschrieben.

Problembereich Nacken: Bei Schreibtischarbeit ist der Nacken besonders belastet.
Die HWS ist der beweglichste Teil der Wirbelsäule. Die Muskeln in diesem Bereich sollten deshalb immer ausreichend bewegt werden. Bei Schreibtisch- und Computerarbeit fällt das besonders schwer. Verspannungen entstehen schnell und können sich lange halten. Schon Kälte und Zugluft können Verspannungen auslösen. Hohe körperliche Belastungen oder unnatürlichen Körperhaltungen tun ein übriges.